Das CDLµMW wurde von der "Institutsgemeinschaft Mikromechanik" betrieben, die aus dem Institut für Mechanik (Vorstand: o.Univ.Prof. DI.Dr. F.D. Fischer, Laborleiter) an der Montanuniversität Leoben und dem Institut für Leichtbau und Struktur-Biomechanik (Vorstand: o.Univ.Prof. DI.Dr. F.G. Rammerstorfer) an der Technischen Universität Wien bestand.
Entsprechend den Statuten der Christian Doppler Forschungsgesellschaft beendete das CDLµMW nach siebenjähriger Laufzeit seine Aktivitäten.
Die Mikromechanik und ihre computerorientierten Anwendungen stellen ein wichtiges Werkzeug zur theoretischen Erfassung und Prognose des Einflusses der Mikrostruktur auf das makroskopische Verhalten inhomogener Materialien dar und ermöglichen die Beurteilung des Entwicklungspotentials neuer Werkstoffe. Dies gilt auch für solche Materialien, die zur Zeit noch nicht hergestellt und somit auch nicht experimentell beurteilt werden können. Durch Computersimulation auf der Basis mikromechanischer Modelle kann auch der für die industrielle Materialentwicklung notwendige experimentelle Aufwand reduziert werden.
Neben den Einflüssen der Mikrostrukturparameter sollen auch verfahrensbedingte mikromechanische Einflüsse (Mikroeigenspannungen, Phasenumwandlungen) studiert werden. Die Entstehung und Ausbreitung von Rissen sowie Phasengrenzenversagen sollen modellmäßig erfaßt und als globale Schädigung formuliert werden. Weiters soll die Auswirkung des durch eine Umwandlung von Mikroregionen bedingten äußerst komplexen Mikrospannungszustandes auf das globale Verformungsverhalten und den Fortschritt des Umwandlungsverhaltens erforscht werden.
Die Umsetzung in makroskopische Materialgesetze und deren Implementierung in Berechnungsalgorithmen erlauben eine über die Werkstoffentwicklung hinausgehende industrielle Anwendung der Forschungsergebnisse zur Erfassung des mechanischen Verhaltens von Bauteilen, die aus Hochleistungswerkstoffen gefertigt werden.
Laufzeit des CDLµMW:
Gründung: 1.1.1991
Verlängerung: 1.1.1993
Auslaufen: 31.12.1997
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